Ich hatte mein Leben gut im Griff, meinte ich. Eigentlich lief alles ganz rund. Bis der Tod meines Bruders mich überrumpelt und einfach alles verändert hat. Plötzlich fand ich mich nicht mehr zurecht, in diesem so wunderbar organisierten Leben. Jegliche Kontrolle schien mir entzogen. Ich war hilflos und ich war sprachlos. Viele Menschen um mich herum waren es auch und so wusste ich ganz oft nicht wohin mit meinem Schmerz. Also begann ich zu schreiben und fand darin einen Weg, meiner Sprachlosigkeit Form und auch Ausdruck zu verleihen. Ich versuche, mich zurück ins Leben zu schreiben, so könnte man sagen. Zurück in ein Leben, in dem der Tod dazugehört und die Liebe einfach alles ist. Hin zu einem Leben, in dem Dinge gesagt werden dürfen – immer! – und in dem auch so etwas Großes wie der Tod einen sicheren Platz bekommt.

Jessica Adams, Februar 2020

Nicht der Tod,
es ist
die Liebe.
Die dein Herz in Stücke reißt.

Um sich dann sanft auf deine Wunden
zu legen.
Um dir zu helfen
den Schmerz zu ertragen.

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Kleinigkeiten und Großigkeiten

leben – lieben – sterben! sind keine leeren Begriffe für mich, vielmehr sind es die Großigkeiten meines Seins. Sie sind ein Teil von mir, inmitten all der Kleinigkeiten des Alltags.

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Somewhere Over The Rainbow

"Mein Freund, der in meinen Träumen wohnt, hat gesagt auf Regenbögen kann man rauf und runterklettern", hat mein 4-jähriger Sohn vor ein paar Wochen zu mir gesagt. Ich glaube ihm ...

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Auf leisen Sohlen

Seit Tagen schon, fühlt es sich eng an in meiner Brust. Begleitet von einer Schwere, die sich ganz plötzlich und ohne Vorwarnung über mich gelegt hat, versuche ich, den Alltag zu meistern. So wie immer. Und scheitere dabei gerade wieder einmal kläglich.

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Aufrecht und gebrochen
stehe ich
und blicke in eine Welt,
die vorgibt perfekt zu sein.

Jessica Adams
Jessica Adams, Foto © Lukas Hämmerle

Über mich

Hallo, mein Name ist Jessica Adams. Schön, dass du da bist!
Auf meinem Blog möchte ich über Schmerz und Trauer sprechen und persönliche Erfahrungen mit euch teilen. Auch in der Hoffnung, dass sich der gesellschaftliche Umgang mit dem Thema irgendwann ändern wird. Denn eines ist klar, der Tod betrifft uns alle.

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